Bildungscampus Buch bietet Platz für 500 Schüler

Der Berliner Bauherr Andreas Dahlke hat zwei denkmalgeschützte Gebäude zu Schulen umgebaut. Der Bau erfolgte ohne öffentliche Mittel.

Schulsenatorin Sandra Scheeres besucht zusammen mit Bauherrn Andreas Dahlke die neuen Schuleinrichtungen im Ludwig-Hoffmann-Quartier in Buch an

Schulsenatorin Sandra Scheeres besucht zusammen mit Bauherrn Andreas Dahlke die neuen Schuleinrichtungen im Ludwig-Hoffmann-Quartier in Buch an

Foto: joerg Krauthoefer

Diese beiden Schulen und auch zwei Kitas sind Teil des Ludwig-Hoffmann-Quartiers, das sich in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofes Buch an der Wiltbergstraße befindet. Dort sollen auch fast 800 Wohnungen entstehen. Andreas Dahlke, der das 28 Hektar große Gelände mit den 33 neoklassizistischen Gebäuden seit 2012 zu einem neuen Stadtteil entwickelt und nach eigener Auskunft insgesamt rund 280 Millionen Euro investiert, wollte von Anfang an nicht nur Wohnungen, sondern auch eine Sozialstruktur schaffen. So wurden aus einem Teil der Gebäude, die 1906 zunächst als städtische Irrenanstalt geplant, dann als Lazarett, später als Kindergenesungsheim und zu DDR-Zeiten als ein Teil des Klinikums Buch genutzt worden waren, zwei Schulen und zwei Kitas. Die Schulen haben ihren Betrieb bereits mit dem Schuljahr 2013/14 aufgenommen.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) ist froh darüber. “Berlin wächst, wir brauchen in den nächsten Jahren 85.000 zusätzliche Schulplätze”, sagte sie am Freitag in Buch bei der Besichtigung der Schulgebäude. Besonders viele Schulpätze würden in Pankow benötigt. “Allein im Grundschulbereich braucht der Bezirk im kommenden Jahr 5000 zusätzliche Plätze, 1000 davon in Buch.” Scheeres begrüßte es deshalb sehr, dass sich auch die Freien Schulen am Ausbau von Plätzen beteiligen.

Wie groß die Not im Bezirk Pankow ist, zeigt sich auch im Fall der Bornholmer Grundschule in Prenzlauer Berg. Dort soll jetzt der Ökogarten, der einen wichtiger Teil des Schulkonzeptes ausmacht, einem Anbau weichen. Eltern und Lehrer protestieren dagegen.

Die Schulkonzepte sind wichtig für Berlin

Bildungssenatorin Scheeres äußerte sich am Freitag auch zu den besonderen Konzepten der beiden Schulen auf dem Gelände des Hoffmann-Quartiers. Die Evangelische Grundschule Buch habe einen inklusiven Ansatz und sei offen für alle Kinder und Jugendlichen, sagte sie. Die Montessorischule habe sich als Gemeinschaftsschule gegründet für Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse. “Die Koalition will diese Schulform ausweiten”, so Scheeres. Die Schule sei außerdem eine Ganztagsschule. Die Kinder würden dort zwischen 6 Uhr und 18 Uhr betreut, für Eltern, die Familie und Beruf vereinbaren müssten, sei das ein gutes Angebot.

Die Schulleiterin der Evangelischen Grundschule Buch, Ulrike Burkowski, sagte, dass für dieses Schuljahr auf 48 vorhandene Plätze 85 Erstklässler angemeldet worden seien. Das Konzept der Schule, die ein Haus des Lernens, ein Haus der Gemeinschaft und ein Haus inmitten des Ortes sein wolle, käme bei den Eltern sehr gut an. “Zu uns kommen auch Kinder aus anderen Bezirken und Brandenburg”, sagte Burkowski. Am Freitag ist im Ludwig-Hoffmann-Quartier nun auch das letzte von insgesamt vier Schulgebäuden den Nutzern offiziell übergeben worden. Mit fast 6000 Quadratmetern bietet dieses dritte Gebäude der Montessori-Gemeinschaftsschule Platz für weitere Klassenräume, eine Schulmensa samt Küche und eine Kita für 82 Kinder. Insgesamt können in den denkmalgeschützten Gebäuden rund 500 Schüler unterrichtet werden. In den beiden Kitas ist Platz für 180 Kinder. Zwei Drittel dieser Plätze sind bereits belegt.

Für Bildungssenatorin Scheeres war es interessant zu sehen, wie es den Architekten gelungen ist, unter Denkmalschutz stehende Gebäude zu Schulen und Kitas umzubauen. “Der Campus ist ein herausragendes Beispiel für eine denkmalgerechte Sanierung”, sagte sie.

Der Campus wurde ohne öffentliche Mittel errichtet

Andreas Dahlke, der den Campus ohne Fördermittel realisiert hat, sagte, dass Schulbauten kompliziert und teurer zu bauen seien als etwa Wohnungen. Schulträger würden zudem keine hohe Miete zahlen können. “Rein kaufmännisch gesehen, ist das kein Geschäft.” Für einen neuen Ortsteil seien Schulen und Kitas aber unbedingt notwendig. Der Campus sei ein gutes Beispiel dafür, dass ein Unternehmen, das zur Wirtschaftlichkeit verpflichtet sei und Geld verdienen müsse, trotzdem etwas für die Allgemeinheit tun könne. “Uns ist es gelungen, unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden”, sagte Dahlke. Bis 2019 sollen auf dem Grundstück an der Wiltbergstraße neben dem bereits fertigen Campus 800 Wohnungen, eine Sporthalle und eine Senioren-wohnanlage entstehen. Bisher sind 450 Wohnungen fertig und bezogen.

Von Regina Köhler

Quelle: http://www.morgenpost.de/berlin/article209728093/Sanierte-Schulen-in-Buch-bieten-Platz-fuer-500-Schueler.html, Abgerufen: 

Kindergesundheit: Spaß an Bewegung kann helfen

Das SPZ bietet ab März einen Kurs im Bucher Bürgerhaus an, um Eltern bei der Entwicklung ihrer Kinde mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wird ein neues, interessantes Angebot gemacht. Bewegungsmangel und Übergewicht betreffen inzwischen deutschlandweit zwei Drittel aller Schulkinder. Sie selbst sind mit diesem Problem und den möglicherweise daraus resultierenden Folgen für die Gesundheit Ihres Kindes gut vertraut. Das SPZ kooperiert mit dem Bezirksamt Pankow und den „gotorun“-Experten für Training, Sporttherapie und Heilkunde. Ab Frühjahr 2017 wird für eine Gruppe von maximal 15 Kindern zwischen 6 und 12 Jahren einen zehnwöchigen Kurs organisiert, bei dem vor allem Freude an Bewegung entdeckt werden sollen. Geleitet wird der Kurs von erfahrenen Trainern, die seit vielen Jahren mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. In den einzelnen 60- bis 70-minütigen Kurseinheiten erwartet die Kinder ein abwechslungsreiches Programm. Spielerische Bewegungs-, Koordinations-, Ausdauer- und Kräftigungsübungen stehen im Mittelpunkt. Ziel dabei ist es, ein Gefühl für die Fähigkeiten des eigenen Körpers zu bekommen und Selbstvertrauen zu gewinnen.
Das Trainingsangebot ist für alle übergewichtigen Kinder geeignet, insofern keine maßgeblichen gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen.

Kursanmeldungen:
E-Mail: spz-anmeldung.berlin-buch@helios-kliniken.de
Telefon: (030) 94 01-544 33

Kursbeginn: 06.03.2017
Kursdauer: 10 Wochen bis 29.05.2017
Treffpunkt: Bucher Bürgerhaus, Franz-Schmidt-Str. 8-10, 13125 Berlin (hinterer Ausgang S-Bahnhof Buch)
Wochentag/Uhrzeit: 1 x wöchentlich montags um 16.30 Uhr
Kursort: Outdoor/Indoor je nach Wetterlage
Kursgebühr: 100,00 €*
Der Kurs ist als Präventionskurs anerkannt. 75 Prozent der Kursgebühren erstattet Ihre Krankenkasse. Weitere Infos hier:

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Kinder entdecken mit der Rucksackwaldschule die Fauna und Flora des Waldes

Ramona Ziegfeld und Nadine Albrecht sind das Team der Rucksackwaldschule. (Foto: Bernd Wähner)

Buch. Den Bucher Forst können Kinder jetzt auch mit der Rucksackwaldschule erkunden. Dafür sorgen Ramona Ziegfeld und Nadine Albrecht.

Seit vielen Jahren ist die Waldschule im Bucher Forst ein beliebter Ort für Kita-Gruppen und Grundschulklassen, die mehr über den Wald erfahren möchten. Die beiden Mitarbeiter Katja Becker und Harald Fuchs begrüßen jedes Jahr Tausende Kinder. Das Angebot ist derart nachgefragt, dass Termine für Gruppen bereits lange im Voraus ausgebucht sind. Eine Ergänzung ist da die Rucksackwaldschule. Der Name ist Programm. Ramona Ziegfeld und Nadine Albrecht haben tatsächlich immer einen Rucksack dabei. In dem befindet sich alles, was man zum Erkunden des Waldes benötigt wie Lupen, Tierporträts, Seile und Tücher.

„Das Besondere ist, dass wir uns von Anfang an in der Natur aufhalten“, erklärt Nadine Albrecht. „Die Kinder sind raus aus der Klassenraumatmosphäre. Ihr Abenteuer beginnt mit dem ersten Schritt in den Wald.“

Die Rucksackwaldschule bietet von Montag bis Freitag Führungen für Kindergruppen und Klassen an. Die Gruppen melden sich unter  0175 962 07 60 oder per E-Mail ws-eichhoernchen@web.de an.

Weiterhin gibt es Sonderveranstaltungen für Familien. „Unter dem Motto ‚Mit der Familie durch das Waldjahr‘ werden wir zu jeder Jahreszeit eine spezielle Führung anbieten“, so Ramona Ziegfeld. „Unser Ziel ist es, Familien für den Wald so zu begeistern, dass sie auch mal selbst aktiv werden und auf Entdeckungstour gehen.“

Für den 30. April ist außerdem ein erstes „Waldgeisterfest“ an der Waldschule Buch geplant. Und vom 24. bis zum 28. Juli wird es eine Ferienaktion geben, für die Kinder ab sofort angemeldet werden können.

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Katja Becker und Harald Fuchs in der Bucher Waldschule. In einem Diorama ist hier unter anderem dieser Schwarzspecht zu entdecken (Foto: Bernd Wähner).

Jeden Monat bietet das Waldschulteam außerdem für Familien ganz spezielle Waldtage an. Der nächste findet am 19. Februar statt. An diesem Tag können die Teilnehmer Tierspuren im Winterwald entdecken. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Waldschule, Hobrechtsfelder Chaussee 110. Anmeldung unter  94 11 47 33. BW

Quelle: http://www.berliner-woche.de/pankow/bildung/kinder-entdecken-mit-der-rucksackwaldschule-die-fauna-und-flora-des-waldes-d117860.html

Bundesfreiwilligendienst für den Panke-Platz

Wir suchen eine Projektassitenz. Bist du interessiert an der Arbeit mit geflüchteten sowie nicht-geflüchteten Kindern und Jugendlichen? Hast du Spaß an der Koordination mit vielen unterscheidlichen Akteuren aus verschiedenen Ämtern und der Zivilgesellschaft? Möchtest du das vielfältige Miteinander in der Bucher Nachbarschaft mitgestalten?

Dann melde dich bei uns! K.Muehle@KARUNA-eV.de oder 01590 4523057

Unter dem Namen „Bucher Panke-Platz“ soll das Gelände als Bewegungs- und Begegnungsort für die Bucher Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen und das nachbarschaftliche Miteinander in Buch – gerade auch mit den Geflüchteten aus dem AWO Refugium – fördern. „So wird der Platz nicht nur Möglichkeiten der sportlichen Betätigung wie Beachvolleyball, Basketball und Boule bieten, sondern durch seine einladende Gestaltung auch zur Begegnung zwischen Nachbarn und zu gemeinschaftlichen Aktivitäten animieren“ erklärte die ehemalige für Sport zuständige Bezirksstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz im Sommer 2016.